A Tribute to Queen

A TRIBUTE TO QUEEN
‚Frauen in die Technik` heißt es schon jahrelang. Ist es dann soweit, kommen trotzdem meist ein paar chauvinistische Scherze und prüfende Blicke. Alles was ich in der Tontechnik gelernt habe, hat mir in meiner persönlichen Laufbahn sowieso ein Mann gezeigt. Dann werde ich es wohl auch so männlich wie möglich umsetzen. (Generell sollten auch Frauen in die Lehre gehen, was tontechnische Berufe und Ausbildungswege anbelangt. Vielleicht mach ich das später, wenn ich mehr Erfahrung habe und mehr graue Haare.)
Der Ton macht die Musik
Gerade beim Arrangement von Mixes kann wahrscheinlich niemand einen Unterschied erkennen, ob dass eine Frau oder ein Mann gemischt hat. Genauso Live Mischungen – ich bin mir ziemlich sicher, dass eine Frau eine Band genauso „gut“ abmischen kann, wie ein Mann. Es geht schlicht und einfach um das Hören; sowie das Einstellen von Potis, persönlichen Equalizer- und Kompressor-Präferenzen und um die Musikrichtung an sich, die gerade performt wird und schlussendlich darum, was die PA der Veranstaltungslocation hergibt.
Doch gibt es nach wie vor überraschte Gesichter, wenn sich im FOH eine Lichtlerin eine Tontechnikerin und gar eine Videofrau einfinden.
Ich möchte dazu beitragen, dass diese positiv oder negativ gewichtete Überraschung weniger wird. Dass sich die Leute in der Branche daran gewöhnen, dass es Frauen in allen Berufen und Lebenssituationen gibt. Und zwar kompetente Frauen. Frauen mit denen man sich austauschen kann, die sich gerne weiterentwickeln und die nicht per Zufall hinter dem Mischpult gelandet sind.
In meinem Leben lege ich mehr Wert auf Gemeinsamkeiten, als auf Unterschiede. Und ich räume allen Geschlechtern mehr Spielraum ein.
FRAUENBONUS
Da die Gleichberechtigung ein Prozess ist und noch lange nicht abgeschlossen, gibt es auf www.tonfrau.at einen Frauenbonus. Bist du eine Band mit mehr als 50 % Ladies dann gibt’s 10 % Vergünstigung beim Endpreis. Genauso wenn du eine DJane bist, die mich als Veranstaltungstechnikerin bucht. Das soll nicht diskriminierend sein den lieben Männern gegenüber, sondern nur aufzeigen, dass wir
Frauen uns genauso unterstützen wollen, wie die ohnehin zur genüge vorhandenen Männerbünde, an die wir uns alle gewohnt haben.
Und bist du eine Kamerafrau und buchst mich, dann können wir da auch was machen. ;) Es geht mir ums Prinzip Mut zu machen, dass Frauen selbstständig agieren und organisieren ... und dass es weniger verdutzte Gesichter gibt und mehr Anerkennung für das Erarbeitete und nicht nur für die gute Figur, die man hinterm Mischpult oder am Set-Tonmischer macht.
INTERNATIONAL
http://www.soundgirls.org/

Ich hoffe, ich werde hier richtig Verstanden.
Es geht mir um Verständigung und geschlechterübergreifende Vermittlung von tontechnischem Wissen in der Praxis. Also immer her mit den Diskussionen und ich kämpfe nicht, ich friede für eine gemeinsame Zukunft, für die Koexistenz der Geschlechter in allen Berufen. Damit unsere Töchter und Söhne auch machen können, was sie wollen, ohne diese längst überholten, gesellschaftlich konstruierten Barrieren.
I want to Break Free. (for all)

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